Chronik

Mähdrescher

Der Name leitet sich von der Lage der beiden traditionsreichen Bäckerhäuser im Markt Seekirchen ab. Ein Hörl im Obermarkt und ein Hörl im Untermarkt – der Unterbäck.

Der Ursprung der Bäckerei in unserem Haus geht bis in das Jahr 1670 zurück. Damals gab es zwei Brüder Hörl: Der eine blieb im elterlichen Betrieb und der andere heiratet zum Unterbäck.

Die lange Bäckertradition in unserem Haus geht bis auf diese Zeit zurück. Damals wurden die „Backensgerechte“ verliehen.

Chronik

1670 wird - offiziell - die Bäckerei-Gerechtsame verliehen (1690 wird den fünf Untermarkt-Bürgern ein Wasserfang beim Mühl- bzw. Marktbach bewilligt.)
1697 Magdalena Kapeller als Erbtochter, die 1699 den Jakob Hörl vom alten Bäckerhaus, Markt 79, ehelichte
1707 Zweitehe mit Maria Eisenrichter, Metzgerstochter aus Wasserburg am Inn
1726 Drittehe mit Barbara Zellner von Zell
1727 ein "Austragstübl" wird bewilligt (Zubau?)
1733 Sohn Simon Hörl und Juliane Mödlhamer vom Hofwirt
1747 Gantkauf: Anton Brudl und Gertrud, Eugenbacher Bäckersleute; Hier ein Bstandmann?
1748 Kauf: Kajetan Hörl vom alten Bäckerhaus Markt 79 und Franziska Poller vom Ursprunger Wirt
1786 Sohn des Kajetan: Ignaz Hörl und Anna Maria Huber vom Wirt in Werfen
1797 Zweitehe mit Barbara Huber, Schwester der Maria
1812 Sohn Ignaz Hörl und Margarethe Gmachl vom Wirt in Seeham
1844 Sohn Ignaz Hörl und Erentrud Doll von der Schaufelmühle
1869 Sohn Ignaz Hörl und Maria Faberger, ledige Zimmermannstochter aus Sankt Georgen im Attergau; die beiden waren Bäcker- und Postmeisterleute
Sohn Ignaz Hörl, getraut mit Franziska Mairhuber vom Wagnermeister in Neumarkt (1901)
1924 Sohn Ignaz Hörl und Elise Zagler vom Markt 65; gleichzeitig Maria Hörl und Stefan Reichl 1928 getraut in Sankt Marien, OÖ. Die Eltern der Maria Hörl waren Josef Hörl, Unterbäck-Sohn von hier und Aloisia Schmoll (getraut 1904). Es folgt der Sohn des Stefan Reichl und der Maria Hörl
1961 Walter Reichl, adoptierter Hörl, und Berta Hörl aus Oberhofen
1965 Abriss des alten Hauses und Errichtung des bis heute bestehenden Gebäudes in drei Bauetappen.
1970 Die ersten Semmelanlagen wurden gekauft und waren eine sensationelle Erneuerung.
1980 Witwe Berta Hörl allein
2000 Berthold (Großneffe des Walter Hörl: Von der Witwe Berta Hörl adoptiert) und Iris Forstner aus St. Marien, OÖ. Im Wandel der Zeit hat die moderne Technik sehr viele Veränderungen in die technologischen Abläufe der Bäckerei gebracht. Es konnte plötzlich vieles schneller bewerkstelligt werden und größere Produktmengen in immer kürzerer Zeit wurden möglich. Mit dem Dampflgebäck arbeiten wir genau gegen diese Trends: händisch und wieder zeitaufwendiger; fast könnte man von „SLOW FOOD“ sprechen!

Es gab bis Anfang des 20. Jahrhunderts eine gesetzliche Bestimmung die besagte, dass vor 4.00 h früh keine Gebäckstücke geformt werden durften. Die Teige wurden mit weniger Druck produziert. Wir haben das wieder für uns entdeckt. In den modernen Arbeitsablauf eingebettet wird unser „Dampflgebäck“ wie vor 100 Jahren hergestellt. Durch den einzigartigen Geschmack und die guten Frischhalteeigenschaften wird es von unseren Kunden sehr geschätzt und gerne gekauft.
2003 Investition in eine neue Kühltechnologie. Veränderung des Bäckerladens. Ich, Berthold Forstner, bin nun seit 6 Jahren hier im Haus tätig und habe zu Jahresbeginn 2002 die geschäftlichen Belange von meiner Großtante, Berta Hörl, übernommen. Heute beschäftigen wir hier am Standort elf Mitarbeiter, davon sechs in der Produktion und fünf im Verkauf/Vertrieb. Zwei Burschen in der Produktion sind Lehrlinge.